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In dieser Rubrik stellen wir euch ab sofort Monat für Monat einen in dem jeweiligen Monat geborenen Rapid Spieler vor,
der entweder mehr als 100 Pflichtspiele für Rapid bestritten hat, zumindest einmal Meister mit Rapid wurde oder aufgrund
besonderer Leistungen (etwa im Europacup) zu so einer Legende wurde. Neben den Daten zur Person gibt es auch noch
Fotos sowie eine umfangreiche Statistik zu sehen.
Rapid Legende des Monats Mai 2003 war:
RUDOLF WEINHOFER geboren am 7.5.1962 in Wien
Rudolf Weinhofer gelang bereits in seinem ersten Spiel für RAPID am 4.10.1980 beim 4:1 gegen Sturm Graz sein erstes Tor, den wichtigen Ausgleich zum 1:1. Insgesamt machte er in seiner ersten Saison 1980/81 18 Spiele und wurde mit RAPID Dritter in der Meisterschaft.
1981/82 wurde er mit RAPID Meister (1. Meistertitel nach 14 Jahren für RAPID) und im UEFA-Cup wurde das Achtelfinale erreicht, wobei unter anderem PSV Eindhoven ausgeschaltet wurde, bevor man knapp gegen Real Madrid unterlag.
1982/83 gelang die erfolgreiche Titelverteidigung, zusätzlich wurde noch der Cup geholt. Im Europacup der Meister wurde wieder das Achtelfinale erreicht, wo man gegen den polnischen Meister Widzew Lodz verlor.
1983/84 wurde Rudolf Weinhofer mit RAPID Zweiter in der Meisterschaft, aber der Cuptitel wurde erfolgreich verteidigt. Im Finale setzte man sich gegen Austria Wien nach einem 1:3 auswärts mit 2:0 daheim durch, wobei Weinhofer bereits nach 13 Minuten das wichtige 1:0 erzielte. Im Europacup der Meister wurde diesmal sogar das Viertelfinale erreicht, nach Siegen über den französischen Meister FC Nantes und den tschechoslowakischen Meister Bohemians Prag verlor man gegen den schottischen Meister Dundee United nur aufgrund der Auswärtstorregel.
1984/85 war das Jahr, in dem Rudolf Weinhofer endgültig in die RAPID-Geschichte einging, nicht nur weil er als einer der wenigen Österreicher in einem Europacup-Finale spielte. Auf dem Weg dorthin schaltete man unter anderem auch Celtic Glasgow aus, das "Wie" wird wohl für immer unvergessen bleiben. RAPID fuhr nach einem 3:1 Sieg im Heimspiel mit guten Chancen auf den Aufstieg nach Schottland. In der 33. Minute fiel das 0:1, in der 4. Minute (!) der Nachspielzeit der 1. Hälfte das 0:2. In der 76. Minute schoss Celtic das 3:0, und als Reinhard Kienast in der 82. Minute wegen Schiedsrichterkritik ausgeschlossen wurde, schien alles vorbei zu sein. Kurz vor Schluss der Partie wurde Rudolf Weinhofer von einer Flasche am Kopf getroffen und musste blutüberströmt vom Feld getragen werden. Obwohl man eigentlich danach abtreten wollte, spielte man doch bis zum Schlusspfiff des schwedischen Schiedsrichters Johansson. RAPID protestierte bei der UEFA gegen die Wertung des Spiels und verlangte eine Neuaustragung. Nachdem der Antrag in der ersten Instanz abgelehnt wurde, legte RAPID Berufung ein und bekam schliesslich Recht, das Spiel musste laut UEFA-Urteil mindestens 150 km von Glasgow neu ausgetragen werden. Manchester wurde zum Spielort bestimmt. RAPID gewann das Wiederholungsspiel vor 55.000 Zuschauern dank eines Kontertores von Peter Pacult mit 1:0 und stieg auf.
In der Meisterschaft 1984/85 wurde RAPID Zweiter, dafür konnte der Cup zum dritten Mal hintereinander gewonnen werden, im Finale wurde Austria Wien im Elfmeterschiessen geschlagen.
1985/86 belegte RAPID wieder den zweiten Platz in der Meisterschaft, im Cup musste man sich im Finale Austria Wien mit 4:6 nach Verlängerung geschlagen geben. Im Europacup der Cupsieger erreichte RAPID das Viertelfinale, wo man gegen den späteren Sieger Dynamo Kiew chancenlos war.
1986/87 gewann Rudolf Weinhofer mit RAPID das zweite Double (bis heute das letzte für RAPID), im Europacup der Cupsieger war im Achtelfinale gegen den späteren Finalisten Lok Leipzig Endstation. Weinhofer entwickelte sich im Herbst 1986 fast zum Torjäger, er schoss in 19 Pflichtspielen 6 Tore, nicht schlecht für einen Defensivspieler.
Rudolf Weinhofer war auch beim 4:1 gegen Deutschland im Eröffnungsspiel des neuen Praterstadions am 29.10.1986 dabei.
1987/88 wurde Weinhofer in seinem letzten Jahr bei RAPID noch einmal Meister. Im Europacup der Meister scheiterte man gegen den späteren Sieger PSV Eindhoven. Rudolf Weinhofers Karriere bei RAPID endete wie sie begann, mit einem klaren Heimsieg gegen einen Grazer Verein (6:1 gegen den GAK am 7.6.1988).
Im Sommer 1988 wechselte Rudolf Weinhofer zum Aufsteiger VSE St. Pölten, mit dem er überraschend das Meister-Play-Off erreichte, wo der Verein den 8. Platz belegte. Unter anderem wurde im ersten Bundesliga-Spiel von St. Pölten am 22.7.1988 RAPID durch ein Tor von Mario Kempes mit 1:0 geschlagen.
1989/90 kam Weinhofer mit St. Pölten wieder ins Meister-Play-Off, diesmal wurde der 7. Platz erreicht, RAPID und Austria Wien jeweils daheim mit 2:1 geschlagen.
Im Sommer 1990 wechselte Rudolf Weinhofer zum Zweitligisten SV Stockerau, wo er beim grössten Erfolg dieses Vereins mit dabei war, er wurde mit dem Zweitligisten Cupsieger, im Finale siegte Stockerau mit 2:1 gegen RAPID.
Übrigens, Rudolf Weinhofer verlor nur in 19 von 158 Meisterschaftsspielen für RAPID, eine rekordverdächtige Quote. Zum Vergleich, in der Saison 2001/02 verlor RAPID von 36 Meisterschaftsspielen ganze 15.
Daten
Fotos
Statistik
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