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Hall Of Fame

In dieser Rubrik stellen wir euch ab sofort Monat für Monat einen in dem jeweiligen Monat geborenen Rapid Spieler vor, der entweder mehr als 100 Pflichtspiele für Rapid bestritten hat, zumindest einmal Meister mit Rapid wurde oder aufgrund besonderer Leistungen (etwa im Europacup) zu so einer Legende wurde. Neben den Daten zur Person gibt es auch noch Fotos sowie eine umfangreiche Statistik zu sehen.

 

Rapid Legende des Monats November 2003 war:

 
ZLATKO KRANJCAR
 geboren am 15.11.1956 in Zagreb
 

 

Zlatko Kranjcar spielte, bevor er im Winter 1983/84 zu RAPID wechselte, sehr erfolgreich bei seinem Stammverein Dinamo Zagreb in der damals noch Jugoslawischen Liga. Er wurde mit diesem Team Meister 1981/82 und zweimal Cupsieger (1979/90 und 1982/83), man konnte sich dabei gegen die beiden großen Belgrader Vereine Partizan und Roter Stern durchsetzen.

In seinem ersten Jahr bei RAPID wurde er gleich Cupsieger, er schoss im Hinspiel des Cupfinales gegen Austria Wien das wichtige Auswärtstor bei der 1:3 Niederlage, dadurch reichte der 2:0 Heimsieg zum Titel. Auch in seinem ersten Europacupspiel traf der gleich zum 2:1 Sieg gegen Dundee United im Viertelfinale des Meistercups, nach der 0:1 Auswärtsniederlage schied man jedoch aus. In der Meisterschaft wurde Kranjcar mit RAPID 1983/84 Zweiter, am Ende war man nur 4 Tore hinter dem punktgleichen Ersten.

1984/85 stand Zlatko Kranjcar mit RAPID im Finale des Europacups der Cupsieger gegen Everton, wo man allerdings in Rotterdam 1:3 verlor. Kranjcar war bei allen 9 Spielen in diesem Wettbewerb mit dabei und schoss auch ein Tore (beim 1:1 auswärts gegen Besiktas Istanbul in der 1. Runde). Im ÖFB-Cup konnte der Titel verteidigt werden, diesmal hieß der Finalgegner wieder Austria Wien, RAPID gewann im Elfmeterschiessen nach einem 3:3, Zlatko Kranjcar schoss das 1:0 und das 2:1 und war auch im Elfmeterschiessen erfolgreich. In der Meisterschaft belegte RAPID wieder den 2. Platz.

1985/86 folgte zum 3.Mal hintereinander der 2. Platz in der Meisterschaft. Im Cup wurde wieder das Finale erreicht, diesmal verlor man allerdings im Finale gegen Austria Wien mit 4:6 nach Verlängerung. Zlatko Kranjcar traf zur zwischenzeitlichen 3:2 Führung. Im Europacup kam man bis ins Viertelfinale, wo man aber gegen Dynamo Kiew keine Chance hatte.

1986/87 konnte Zlatko Kranjcar seinen ersten Meistertitel mit RAPID feiern, am Ende lag man aufgrund der besseren Tordifferenz vor dem Zweiten Austria Wien. Auch den Cup gewann RAPID, im Finale wurde der FC Tirol geschlagen, nach dem 2:0 Heimsieg genügte ein 2:2 am Tivoli in Innsbruck, Kranjcar schoss das wichtige 1:0 für RAPID. Im Europacup war diesmal im Achtelfinale Endstation, man scheiterte am DDR-Verein Lok Leipzig. Zlatko Kranjcar verhinderte immerhin mit seinem 1:1 Ausgleichstreffer im Hinspiel eine Heimniederlage.

1987/88 konnte der Meistertitel verteidigt werden, diesmal hatte man am Ende 8 Punkte Vorsprung auf den 2. Austria Wien. Im Europacup wurde das Achtelfinale erreicht, wo man gegen den späteren Sieger PSV Eindhoven trotz eines Tors von Zlatko Kranjcar im Heimspiel ausschied. Im Cup scheiterte man ebenfalls im Achtelfinale an der Vienna nach Verlängerung verlor man 1:2.

1988/89 wurde RAPID nur 4. in der Meisterschaft, im UEFA-Cup schied man bereits in der 1. Runde aus, trotz eines Kranjcar-Tors im Heimspiel war gegen Galatasaray Istanbul Endstation. Im ÖFB-Cup bestritt Zlatko Kranjcar nur 1 Spiel, beim 4:0 in Tulln schoss er 3 Tore. RAPID schied im Achtelfinale gegen Admira/Wacker aus (2:3 nach Verlängerung).

1989/90 wurde RAPID 3. in der Meisterschaft, im Cup erreichte man das Finale, das allerdings gegen Austria Wien mit 1:3 nach Verlängerung verloren wurde. Zlatko Kranjcar wurde in der 86. Minute beim Stand von 1:0 für RAPID ausgetauscht. Im UEFA-Cup kam man bis ins Achtelfinale, wo man am FC Lüttich scheiterte. Kranjcar schoss wieder einmal ein wichtiges Auswärtstor in der 1. Runde in Aberdeen.

Zlatko Kranjcar war beim 1. Länderspiel Kroatiens nach der Unabhängigkeit Kapitän seiner Mannschaft, am 17.10.1990 waren die USA in Zagreb Gegner in diesem historischen Spiel, das Kroatien mit 2:1 gewann.

1990/91 spielte Zlatko Kranjcar nur noch im August für RAPID, danach wechselte er zum VSE St. Pölten, mit dem er immerhin den Klassenerhalt schaffte. Im Cup verlor St. Pölten im Achtelfinale in Stockerau 0:2.

Danach beendete Zlatko Kranjcar seine aktive Karriere und begann seine Trainerlaufbahn, er betreute in seiner Heimat Segesta Sisak, Marsonia Slavonski Brod, Dinamo Zagreb und NK Zagreb. Mit den beiden Zagreber Vereinen konnte der die Kroatische Meisterschaft gewinnen, er ist damit der 1. Trainer in Kroatien der mit 2 Mannschaften Meister wurde. Kranjcar war auch bereits in Österreich kurze Zeit als Trainer tätig, in der Saison 1996/97 betreute er den FC Linz, bis er von Jürgen Werner abgelöst wurde.

Im Sommer 2003 wurde Zlatko Kranjcar beim kroatischen Verein NK Rijeka Trainer.

 

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