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Hall Of Fame

In dieser Rubrik stellen wir euch ab sofort Monat für Monat einen in dem jeweiligen Monat geborenen Rapid Spieler vor, der entweder mehr als 100 Pflichtspiele für Rapid bestritten hat, zumindest einmal Meister mit Rapid wurde oder aufgrund besonderer Leistungen (etwa im Europacup) zu so einer Legende wurde. Neben den Daten zur Person gibt es auch noch Fotos sowie eine umfangreiche Statistik zu sehen.

 

Rapid Legende des Monats April 2004 war:

 
JOSEF HICKERSBERGER
 geboren am 27.4.1948 in Amstetten (NÖ)
 

 

Josef Hickersberger wechselte 1966 von seinem Heimatverein Amstetten zu Austria Wien, wo er seine Karriere als Spieler begann. Bereits in seinem ersten Jahr gewann er mit der Austria den Cup, im Finale wurde der LASK bezwungen, allerdings fiel die Entscheidung damals durch Münzwurf - Elfmeterschiessen war bei unentschiedenem Spiel noch nicht vorgesehen. In der Meisterschaft belegte er mit der Austria 6 Punkte hinter Meister RAPID den 3. Platz.

1967/68 wurde Austria Wien wieder 3. in der Meisterschaft (diesmal 9 Punkte hinter Meister RAPID), im Cup verlor Hickersberger mit Austria Wien im Viertelfinale gegen RAPID mit 3:4 nach Verlängerung (trotz zweier Hickersberger-Treffer). Im Europacup der Cupsieger war bereits in der 1. Runde gegen Steaua Bukarest Endstation.

Am 1.5.1968 debütierte Hickersberger in Linz beim 1:1 gegen Rumänien in der Österreichischen Nationalmannschaft.

1968/69 wurde Josef Hickersberger Meister, im Cup schied die Austria wieder gegen RAPID aus, diesmal im Semifinale.

1969/70 konnte Hickersberger den Meistertitel mit Austria Wien erfolgreich verteidigen, im Cup blamierte sich die Austria im Achtelfinale, man verlor daheim gegen Radenthein mit 0:1. Im Europacup der Meister schied Austria Wien in der 1. Runde gegen Dynamo Kiew aus.

1970/71 wurde Austria Wien in der Meisterschaft nur 10., dafür konnte Josef Hickersberger seinen 2. Cupsieg feiern, im Finale wurde RAPID mit 2:1 nach Verlängerung bezwungen. Im Europacup der Meister erreichte er das Achtelfinale. Nachdem man Lewski Sofia schlagen konnte, war gegen Atletico Madrid Endstation.

1971/72 belegte Autria Wien den 2. Platz, im Cup war Austria Wien im Semifinale gegen RAPID chancenlos, die Violetten verloren 2:6. Im Europacup der Cupsieger kam Austria Wien bis ins Viertelfinale, wo man am AC Torino scheiterte.

Im Sommer 1972 wechselte Josef Hickersberger nach Deutschland zu den Offenbacher Kickers. In seinem ersten Jahr beim damaligen Aufsteiger erreichte Hickersberger den 7. Platz in der Meisterschaft, im Cup scheiterte Offenbach im Semifinale am 1. FC Köln. Zuvor wurden der FC St. Pauli, der Wuppertaler SV und der FC Bayern München ausgeschaltet.

1973/74 wurden die Offenbacher Kickers 10. in der Meisterschaft, im Cup erreichten sie wieder das Semifinale, das gegen Hamburger SV verloren wurde, nachdem man den 1.FC Nürnberg und den 1.FC Kaiserslautern bezwingen konnte.

1974/75 belegten die Offenbacher Kickers den 8. Platz in der Bundesliga. Im Cup schied man bereits in der 1. Runde bei Union Solingen mit 1:2 aus.

1975/76 wurden die Offenbacher Kickers nur 17. in der Meisterschaft und mussten damit aus der Bundesliga absteigen. Im Cup war wieder in der 1. Runde Endstation, diesmal verlor Offenbach bei Borussia Neunkirchen mit 0:2.

Im Sommer 1976 wechselte Josef Hickersberger zu Fortuna Düsseldorf. Dort belegte Hickersberger in der Meisterschaft 1976/77 den 12. Platz, im Cup erreichte Düsseldorf die 2. Runde, wo man gegen den Lokalrivalen 1. FC Köln 2:4 nach Verlängerung verlor. Zuvor gewann man in der 1. Runde gegen Eintracht Trier mit 3:1.

1977/78 wurde Josef Hickersberger mit Fortuna Düsseldorf 5. in der Meisterschaft und qualifizierte sich damit für den UEFA-Cup. Im Cup kam Düsseldorf bis ins Finale, das gegen den 1. FC Köln in Gelsenkirchen mit 0:2 verloren wurde. Auf dem Weg ins Finale konnten Borussia Dortmund, Rot-Weiss Essen, Eintracht Braunschweig, Schalke 04 und der MSV Duisburg geschlagen werden.

Bei der Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien war Josef Hickersberger bei allen 6 Spielen dabei und belegte mit Österreich den 7. Platz.

Nach der Weltmeisterschaft kehrte Josef Hickersberger nach Österreich zurück, er wechselte zu Wacker Innsbruck, mit dem er allerdings nur den 10. und letzten Platz in der Meisterschaft erreichte, damit musste Wacker Innsbruck in die 2. Liga absteigen. Kurioserweise gewann Wacker Innsbruck aber den Cup, im Finale wurde Admira/Wacker bezwungen, nachdem man zuvor bei RAPID mit 2:0 gewonnen hatte. Im Europacup der Cupsieger erreichte Wacker Innsbruck das Achtelfinale, wo man gegen Ipswich Town ausschied.

1979/80 belegte Wacker Innsbruck nur den 2. Platz in der 2. Liga und verpasste damit den Wiederaufstieg. Im Cup scheiterte man am Wiener Sportclub im Achtelfinale und im Europacup der Cupsieger schied man in der 1. Runde gegen Lok Kosice aus.

Im Sommer 1980 wechselte Josef Hickersberger zu RAPID und wurde in seiner ersten Saison mit den Grün-Weissen 3., womit man sich für den UEFA-Cup qualifizieren konnte. Im Cup verlor man im Viertelfinale gegen den GAK mit 0:1.

1981/82 wurde Josef Hickersberger mit RAPID Meister, es war der 1. Meistertitel für RAPID nach 14 Jahren. Im Cup schied man im Achtelfinale gegen Austria Wien mit 1:2 aus. Im UEFA-Cup erreichte man ebenfalls das Achtelfinale, wo man gegen einen weitaus prominenteren Gegener, nämlich Real Madrid unglücklich ausschied.

Nach dieser Saison beendete Josef Hickersberger seine aktive Karriere und wechselte auf die Trainerbank. Dort war er unter anderem mit Österreich bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien, 1993/94 wurde er mit Austria Wien Cupsieger. Danach war Hickersberger mit viel Erfolg im arabischen Raum (Bahrain, V.A. Emirate, Katar) tätig.

Seit Sommer 2002 ist Josef Hickersberger Trainer bei RAPID.

 

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