|
In dieser Rubrik stellen wir euch ab sofort Monat für Monat einen in dem jeweiligen Monat geborenen Rapid Spieler vor,
der entweder mehr als 100 Pflichtspiele für Rapid bestritten hat, zumindest einmal Meister mit Rapid wurde oder aufgrund
besonderer Leistungen (etwa im Europacup) zu so einer Legende wurde. Neben den Daten zur Person gibt es auch noch
Fotos sowie eine umfangreiche Statistik zu sehen.
Rapid Legende des Monats April 2003 war:
ERNST DOKUPIL geboren am 24.4.1947 in Wien
Ernst Dokupil startete seine Erstliga-Karriere bei Wacker Wien, wo er von 1969/70 bis 1970/71 spielte. Dann wurde der Verein mit der Admira fusioniert, Dokupil spielte von 1971/72 bis 1972/73 bei Admira/Wacker. Im Sommer 1973 wechselte er nach Simmering, trotz eines 11. Platzes in der damaligen 17er Liga musste der Verein wegen der Gründung der Zehnerliga ein Jahr darauf absteigen.
Ernst Dokupil wechselte zu RAPID, wo er von 1974/75 bis 1975/76 spielte. Im ersten Jahr reichte es trotz Herbstmeistertitel nur zum 3. Platz, Dokupil schoss in 32 Spielen 7 Tore. Im Cup war im Achtelfinale gegen VOEST Linz Endstation, im UEFA-Cup wurde in der 1. Runde Aris Saloniki geschlagen, in der 2. Runde war der jugoslawische Vertreter Velez Mostar (heute: Bosnien-Herzegowina) eine Nummer zu groß. 1975/76 belegte Dokupil mit RAPID wieder den 3. Platz, wurde aber nur mehr 21 mal eingesetzt und schoss dabei 2 Tore. Im UEFA-Cup scheiterte man bereits in der 1. Runde an Galatasaray Istanbul, dafür wurde der ÖFB-Cup gewonnen, im Finale setzte man sich gegen Wacker Innsbruck dank der Auswärtstorregel (1:2 auswärts, 1:0 daheim) durch. Im ersten Finale (2.6.1976) am Innsbrucker Tivoli wurde Ernst Dokupil in der 80. Minute bei 0:2 ausgeschlossen, trotzdem gelang RAPID dank Johann Pregesbauer der wichtige Auswärtstreffer. Beim Rückspiel im Praterstadion (8.6.1976) schoss Paul Pawlek das entscheidende Tor in der 89. Minute.
Im Sommer 1976 wechselte Ernst Dokupil nach Simmering in die 2. Liga, wo er noch 2 Saisonen lang als Spieler aktiv war, ehe er 1978/79 bei Simmering Trainer wurde. 1981/82 gelang Dokupil mit Simmering der Aufstieg in die Bundesliga. Danach war er als Trainer bei Admira/Wacker tätig, bevor er 1986 zur Vienna kam. Dort machte Dokupil aus einem Zweitligisten nach nur 2 Jahren einen zweimaligen UEFA-Cup-Teilnehmer. Bevor Dokupil als Trainer zu RAPID kam war er noch ein Monat bei St. Pölten tätig.
Im Sommer 1994 löste Ernst Dokupil Hubert Baumgartner als RAPID-Trainer ab, in der vorangegangenen Saison wurde punktegleich mit dem VfB Mödling der 5. Platz erreicht, der Verein war in einer der schwersten sportlichen und finanziellen Krisen der Geschichte. Aber ein Jahr darauf war RAPID Cupsieger und wurde in der Meisterschaft 3., wobei man lange sogar um den Titel mitspielte. 1995/96 wurde Dokupil mit RAPID sogar Meister und stand im Finale des Europacups der Cupsieger, sicher der grösste Erfolg in der Trainerkarriere von Ernst Dokupil. 1996/97 wurde dann noch die Champions-League erreicht, in der Meisterschaft wurde RAPID zweiter. 1998 wurde er von Heribert Weber als Trainer abgelöst, Dokupil wurde Sportdirektor. Im Sommer 2000 wechselte er wieder auf die Trainerbank, wo er bis August 2001 tätig war. In der Saison 2000/01 wurde noch einmal der zweite Platz erreicht, im Cup war man im Halbfinale.
Daten
Fotos
Statistik
|