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Wir lieben Rapid Wien,
ganz tief im Herzen drin,
ob auswärts, ob daheim,
wir werden für dich schrei'n.
Nichts anderes als eine Kombination der Liedzeilen eines neuen Schlachtgesangs des grün-weissen Anhangs
drücken die Faszination Rapid besser aus. Und auch wenn manche von uns schon am Dreißiger nagen und
einige wie 200 ausschauen, die Amstel Buam sind nicht umzubringen und somit in der 5. vollständigen
Saison als Fanclub immer noch überall dabei, genauso fett und immer mit einem lockeren Spruch auf
den Lippen präsenter wie eh und je.
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Aus allen vier Himmelsrichtungen strömten die Amstel-Buam diesmal nach Salzburg, um den
Meister zu sehen. Wie gewohnt aus dem Osten (Krems), aus dem Westen (Kufstein), neu
auch aus dem Süden (Graz, unser neues Amstel-Girl Gaby) und auch aus dem Norden
(il numero due direkt aus Newcastle, "von da Hockn"). Und eigentlich müsste man sich ärgern...
Über die unterirdische Leistung vieler Ersatzspieler, über ein nicht gegebenes reguläres Tor
(so ca. des 200.ste in dieser Saison - Videobeweis her!!!), natürlich über die Bullen, die
wieder einmal zeigen mussten, dass sie nicht umsonst aus Steuertöpfen Millionen an Überstunden
bezahlt bekommen. Die treffende Antwort nach dem 1:0 gaben die Fans selbst: "Scheissegal, scheissegal."
Trotzdem, so braucht sich der Meister nicht präsentieren. Im Derby wieder mehr Engagement, bitte.
Aber irgendwie hat sich alles schon abgezeichnet: "El Greco" Charly isst keine Würstel im Stadion,
il presidente ist "afoch nur miad und fertig noch der letzten nocht", donkassier läßt seine
Winterklamotten (bei jedem Sieg getragen) im Auto, "do kaunn ma jo net g'winnen." Nach dem
Samstag in Salzburg kein Wunder. Das Unglück erst begonnen hat mit dem langen Marsch auf die
Festung Stiegl-Keller. "Samma endlich do?" - "Wir haum ca. die Hälfte des Weges hinter uns." -
"Des gibts jo net, wir marschieren jo scho a hoibe Stund. I hob an Hunger!" Überraschung dann
noch, dass "der Kölla aum Berg is." Oben angekommen, 6 Maß, 5 Schweinsbraten und 1mal
Kinderspaghetti (?!?) - mehr hot der Mario nimmer braucht. "Und z'saumm g'essn host as a net."
Nach einem kurzen Intermezzo in einem bummvollen Irish-Pub und einem noch kürzeren in einem
Australian-Pub ("Wir sperren um 2 Uhr zu." - "So a Frechheit!") dann am Kai in eine Metal-Bar
mit Bacardi-Colas und Apfel-Shots zum Abwinken.
Ein echt heisses Girl im "so wos von kurz"
Jeans-Mini wurde abgelichtet, über das Alter konnte nur spekuliert werden ("Jugendfrei is
de oba no net, oder?"). Auch hier hiess es um 3 Uhr "Sperrstund", also ab zu Würstelstand 1
inkl. "Salzaching", der hiesigen Variante des "R(h)ein-Schiffing", dann der lange Marsch
zurück zum Quartier. Bei Würstelstand 2 verwickelten il presidente und "Mei Bua, der Trottel."
Jürgen einen Jamaikaner in ein Gespräch bei Bier und kroatischem Raki aus der Kunststoffflasche
("Do wirst auf da Stöll blind."). Offizielle Version der beiden: John Kerry (jo genau) aus
Kingston, Reggaemusiker und Kiffer, bringt im Oktober in Österreich und Deutschland eine
CD heraus. Inoffizielle Version der restlichen Buam, Long John Silver, Pornodarsteller mit dem
üblichen Dschungel-Baguette ausgestattet. Irgendwann ging es dann doch weiter, es wurde
langsam hell, die Vögel zwitscherten schon, und um halb sechs wurde gemützt.
Am nächsten Morgen, der eigentlich derselbe war, schafften es nur 2 Buam zum Frühstück.
Zum anschliessenden Griechen schafften es dann doch alle, inklusive unseres Amstel-Girls
Gaby. Dort wurden die Buam wieder einmal - und ungefragt - zum Tschechern verdonnert,
der Kellner stellt doch glatt eine Runde Ouzo auf den Tisch. "Wir woin des do gor net,
wir trinken jo sunst a beinoh nix." Es hilft kein Lamentieren, oiso sogt jeder "jo", a
waunn er kan mehr mog und kippt das Zeug runter. Auf dem Weg zum Stadion wurde noch
unser Kufsteiner vom Bahnhof abgeholt und il numero duo via Handy mit "Orschwarzn Reiter,
wir singen Orschwarzn Reiter" gebürend in Empfang genommen - "dass a wass, dass a
wieder daham is". Im Stadion selbst wieder Superstimmung, herrliche Atmosphäre,
nach dem Match noch eine kleine Meinungsverschiedenheit mit einem Salzburger Klingonen
namens Lumpi1. Möglicherweise war er der hiesige Klomann, jedenfalls echauffierte er
sich bei uns ungefragt darüber, warum wir beim Pinkeln nicht bezahlt haben (Wie kummt
der do bloss auf uns???). Nach unseren höflich vorgetragenen, fundierten Gegenargumenten
("Hau di über die Heisa!" "I zoi daham a net fias Scheissngehn!") zog der arme Wicht
von dannen und die Buam zogen weiter, in Richtung Sonnenuntergang...
(donkassier)
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