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Der Marsch auf Pasching wurde beim zweiten
Auswärtsspiel im hiesigen Wald- und Wiesenstadion in
zwei Etappen absolviert: il numero duo, el secretario
und Co. kamen am Matchtag mit dem Spirits-Bus in die
Provinz, il presidente, donkassier, "De is jo erst 12"
Mario und "Da Bua" Jürgen konnten hingegen einem
verlockenden Angebot einfach nicht widerstehen ("Des
wär jo fost scho a Beleidigung, des auszuschlogn."):
donkassiers oberösterreichische Freunde Birgit und Uli
erklärten sich freundlicherweise bereit, ihre tolle
Wohnung am Froschberg den Buam für eine
Nachtschwärmertour zur Verfügung zu stellen (dafür ein
herzliches Danke!!! im Namen der Buam).
Mit den Lions rund um Präsident Heli wurde im
Stieglbräu eine Stärkung eingenommen, um dann in einem
Innenstadtbeisl weiter zu tschechern - mit teils
verheerenden Folgen: Lions-Heli hatte dann doch etwas
zu viel Tequila und Co. und sehr zum Unmut seiner
Karin setzte der geistige und körperliche Verfall
("Bis zum völligen Verlust der Muttersprache" - auch
bekannt als das "Amstel-Syndrom") relativ schnell ein
- ein weiteres Opfer in der glorreichen
Exzess-Geschichte der Buam. Trotzdem machten der
Lions-Präsi samt Anhang ("Na, i hüf da sicha net beim
Speibn.") um Schlag Mitternacht die Tour in die
Nachtschicht noch mit, aus für die Buam unerfindlichen
Gründen haben sich die beiden aber irgenwann zeitig
und plötzlich in Luft aufgelöst. Der Stimmung tat
dieser Verlust keinen Abbruch, bei Gogo-Tanz und mit
der hübschen Kellnerin Giga wurde die Nacht noch bis
halb fünf verbracht - jede Menge Fotos inclusive. Eine
kleine Trübung erlebte der Abend lediglich durch den
schwachen Besuch in der Nachtschicht, muss wohl an der
Adventzeit samt Punschbesäufnissen in der Linzer City
liegen.
Die Nacht in den Schlafsäcken war kurz, aber erholsam,
nur nicht für einen, und der sang dann um halb neun
nicht nur wegen der heftigen Bacardi-Cola-Mischungen
den Präsidenten-Blues:
"I wea aufgweckt in da Fruah,
de Buam, de san scho auf,
der Mario der schnorcht ois wia,
irgenwaunn do scheiss i drauf."
Um elf hiess es dann endgültig Tagwache, schliesslich
machte sich ein gewisser Appetit breit, der im bereits
aus früheren Aufenthalten bekannten Volksheim
gegenüber der Plus-City gemeinsam mit unserem nächsten
Linzer Kontakt, Hans, gestillt werden wollte. ("Der
Präsident trinkt nur no Obi gspritzt, der hot gestern
a dezente Vernichtung hinter sich gebracht." - "Jo,
waunn ma de a Floschn Bacardi herstelln, des wäre doch
ein Sakrileg, die stehnz'lassn." "Herr Präsident,
haben Sie getrunken?" - "Ja, selbstverständlich habe
ich getrunken, ich bin doch nicht mein eigener
Feind.")
Auf dem Weg zum Platz dann ein kurzer Schockeffekt:
sind unsere tollen Nachtschicht-Fotos irgendwie
gelöscht worden? Und wenn ja, wer war der Saboteur? El
secretario gab dann zum Glück Entwarnung: alles da,
aber ich erspare euch die technischen Feinheiten.
Im Stadion des schwarzgeldgetränkten ÜFCÜ Süpürfünd
Püschüng gelang dann endlich die Vereinigung mit dem
Rest der Sumpftruppe aka Amstel-Buam, ebenfalls schon
dezent im Öl, wie man so schön sagt. Das neue
Amstel-Motto in fremden Stadien heisst ab heute
jedenfalls: "Servas de Warzn", denn davon gibt es in
der Wald- und Wiesnhütte Pasching mehr als genug: den
Mayrleb Mayrleb (Für die, die es noch nicht wissen:
wir wissen, wo seine Mutter wohnt!), den immer noch
200jährigen Kirchler, den Fliegen-Pepi (heute mit
Extrem-Schmähparading) und wie sie alle sonst noch
heissen. Interessant auch zu beobachten, dass die
Jungen den arrivierten Warzen bereits eifrigst
nacheifern, allen voran die Herren Kovacevic und
Pichlmann, die eine grosse Zukunft als
"Grätzn-Buam-Brüder" vor sich haben könnten.
Den Vogel abgeschossen hat diesmal aber das hiesige
Maskottchen, ein grüner Süpürfünd-Stier, der mit
obszönen Gesten Richtung Rapid-Sektor auf sich
aufmerksam machte ("I häng di auf die Eier auf, du
BSE-verseuchtes Rindervieh." - "Des geht jo gor net,
so a Ochs hot jo gor kana Eier mehr.").
Mit dem Anpfiff gab es dann aber wirklich kein Halten
mehr (donkassier: "Des letzte Mal hob i mi beim
Cup-Out gegen den GAK so aufregen müssen."); die Rapid
wurde von SR Mesner ("Schleich di wieder zruck in dei
Kirchn") von der ersten Minute an benachteiligt,
etliche fragwürdige Foulpfiffe und als Krönung der
ersten Halbzeit wurde noch ein klares Elferfoul an
Kincl nicht geahndet - dafür gabs als Entschädigung
gelb für den Reklamierenden. Kein Wunder, dass die
grünen Fans immer explosiver wurden, wer mit dem Feuer
spielt, braucht sich nicht wundern, wenn es irgendwann
zu heiss wird.
In Hälfte zwei dann wieder ein fragwürdiger Foulpfiff,
der dann leider von Püschüng zur Führung verwertet
wurde. Mit dem Schiri als 12. Gegenspieler eine schier
unlösbare Aufgabe, den Rückstand noch aufzuholen. Den
Zorn der aufgebrachten Fans als erster zu spüren bekam
dann Jezek, der auf dem Weg zu einem Corner mit
Bierbechern und Feuerzeugen beworfen wurde (Wir
distanzieren uns von einem solchen Verhalten,
verstehen allerdings die Reaktionen dieser Fans, da
Rapid in Pasching permanent benachteiligt wird). Wie
durch ein Wunder pfiff der Schiri aber doch noch einen
klaren Elfer für Rapid + Rot für Kovacevic, Hofmann
verwandelt - 1:1. Dann noch eine strittige
Entscheidung, als ein Rempler gegen Hofmann nicht
geahndet wird, aber man muss ob der Widrigkeiten mit
dem Resultat zufrieden sein. Und hey, der erste Elfer
seit einem Jahr, das ist doch auch etwas.
Noch ein Nachtrag zur Berichterstattung auf ATV:
etliche aufklärungsbedürftige Szenen wurden nicht
gezeigt, in Summe vielleicht acht Minuten
Berichterstattung (davon 30% Wiederholungen) + eine
Minute Interviews in einer 30-Minuten-Sendung sind
sehr, sehr mager - und da spreche ich noch gar nicht
von der Qualität des Berichts. Dafür darf dann
Pseudo-Experte Constantini wirres Zeug faseln.
Erschwerend hinzu kommt noch die einseitig verzerrende
Berichterstattung über die aufgebrachten Rapid-Fans,
hier wird ganz offensichtlich versucht, gezielt ein
falsches Bild in der (ob der Einschaltquoten nicht
vorhandenen) Öffentlichkeit zu erzeugen. Ohne die
Vorfälle verteidigen zu wollen, die Wirkung hatte
eindeutig die eklatanten Fehlpfiffe des
Schiedsrichters als Ursache, und ein "In der
TV-Zeitlupe ists ein Elfer, ich habs im Spiel halt
anders gesehen." bringt uns nichts. Der Verdacht, dass
hier gezielt gesteuert wird (Großer Onkel?), kann sich
einem durchaus aufdrängen.
Die Lösung des Dilemmas: Videoüberwachung in allen
Stadien (wie in England) und endlich - wie in der NFL
(2 "Challenges" je Spiel je Mannschaft sind das
Maximum) - den Videobeweis auch im Profifussball. Ich
habe fertig!
(donkassier)
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