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Wir lieben Rapid Wien,
ganz tief im Herzen drin,
ob auswärts, ob daheim,
wir werden für dich schrei'n.
Nichts anderes als eine Kombination der Liedzeilen eines neuen Schlachtgesangs des grün-weissen Anhangs
drücken die Faszination Rapid besser aus. Und auch wenn manche von uns schon am Dreißiger nagen und
einige wie 200 ausschauen, die Amstel Buam sind nicht umzubringen und somit in der 5. vollständigen
Saison als Fanclub immer noch überall dabei, genauso fett und immer mit einem lockeren Spruch auf
den Lippen präsenter wie eh und je.
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Es war nicht der Südstädter Krautacker, es war nicht der feuchte,
rutschige Rasen, es war nicht die an Eishockey oder Rugby erinnernde
Spielweise des FK Austria Magna II, es war nicht der grottenschlechte
(möglicherweise blinde) Schiedsrichter, nein! Es gibt eine ganz einfache
Erklärung dafür, dass der Rapid-Motor diesmal nicht auf Hochtouren lief
und somit in der Folge 92 Minuten kein Tor (ok, das von Lawaree war
Abseits) erzielt wurde: die Amstel-Buam haben bis in die 70. Minute
einfach vergessen, el secretarios mit 3-Millimeter-Haaren geziertes Haupt
mit ihren speckigen, schwitzenden Händen durchzurubbeln, so wie sie es
auch die letzten siegreichen Partien getan hatten. Dies erhöht nicht nur
die Gehirnblutung, es scheint auch ein Garant für Tore zu sein.
Verzweiflung am Platz und auf den Rängen machte sich breit angesichts der
spärlichen oder stümperhaft vergebenen Chancen, positiv einzig das Wetter
(kein Regen) und die Wahnsinnskulisse, negativ wieder einmal die Bullen,
die mit 200 Mann angerückt sind, als würde eine russische Panzerdivision
die Südstadt stürmen. Wenn man sich sogar als "normaler" Fan in einem
Stadion vorkommen muss wie ein Schwerverbrecher, darf man sich nicht
wundern, wenn sich einige Gruppierungen, wie auch schon in Graz, massiv
provoziert vorkommen.
Schließlich wurden in der Minute x - mangels Stadionuhr konnte man nur
spekulieren, wie lange es noch gehen würde - folgende verzweifelte
Wortmeldungen vernommen: "Heast i wass net, wia laung des no geht. Samma
scho in der Nachspielzeit? Freistoss, immerhin." " Bitte, geh eini mit dem
Boi." "Freistoss Ivanschitz von rechts, Kopfball, Tor, es wa so afoch."
"Des Tor wa so wichtig, in dem Scheiß-Stadion gegen die Südstadtschweine."
"Warum is da Mario net do und sogt an, wer des Tor mocht." Der Rest ist
Geschichte. Bei den Buam grenzenloser Jubel, herzinfarktnahe Szenen,
donkassiers: "I bin fix und fertig. I kaunn nimma, net noch dem Scheißtog
heit." Il presidente frohlockte: "Des Scheißstadion siacht mi nie wieder!"
Am Samstag werden die Haare wieder vor dem Match gestreichelt, vielleicht
gibt es ja wieder ein Schützenfest...
(donkassier)
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