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"Des is jo Sterbehüfe." Il presidente
sprach ein wahres Wort gelassen aus. Bei Spielbeginn hielten die Ultras
noch ein Transparent mit "Stop the madness" hoch, ob sich das auf den
drohenden Irak-Krieg oder in einer unheilvollen Vorahnung auf das
grausame Gekickse der Rapid bezog - wir wissen es nicht. Positiv die
Ansammlung an Amstel-Buam, Il Numero due mit Anhang stopfte sich im
VIP-Klub (Verräter!!! *gg*) den Bauch voll; hoffentlich ist er nicht an
einem Hendlhaxerl erstickt während der Grindpartie. Donkassiers
Arbeitskollege Thomas "Cserkinho" war mit von der Partie und in Summe
dann immerhin 8 Amstels.
Das Hatz-Tor war völlig regulär, die beiden roten Karten hart, aber wer
so deppert ist, hat nichts anderes verdient. Im Endeffekt darf man froh
sein, einen Punkt geholt zu haben (O-Ton Andi Herzog). Völlig richtig,
wir spielten auch gegen die Milliardentruppe aus der Südstadt, mit ihren
Superstars "Gonzo" Knaller (weltbester Torhüter), "Bosna" Bozgo
(Stürmerstar und Schützenkönig bei der WM), "Hippie" Trojansky
(weltbester Verteidiger) und "Whineywhiney" Hatz (Kapitän, Antreiber und
weltbester Pass- und Assistgeber) - da muss man mit einem 0:0 zufrieden
sein!!! Lustiges Highlight der Auszucker von "El Callado" Pepi H. nach
einer umstrittenen Out-Entscheidung (der Linesman lässt weiterspielen,
der Schiri auch, und als Hoffmann in den Sechzehner eindringt,
entscheidet er im Nachhinein plötzlich auf Einwurf Admira).
Donkassier flehte zur Pause: "Bitte pfeif nimma an, des hoit jo kana
aus.", die Fans bedankten sich nach 90 Minuten Angsthasenfussball, dem
stümperhaften Vergeben der wenigen Chancen und des Vermissens jeglichen
Rapid-Geistes mit gellenden Pfiffen, "Wir wollen Rapid sehen!", "Wir
wollen euch kämpfen sehen!" sowie "Und ihr wollt unsere Mannschaft
sein!". Da kann der Verein Unsummen in Marketingkonzepte, Imagekampagnen
und Fanclubbetreuung stecken, das Bild der schönen, heilen Welt, die
Rudi E. und Mannen vorgaukeln, existiert heute nicht mehr, noch weniger,
wenn ich es auf Plakate drucke.
Zum Abschluss ein Pamphlet, um dem Unmut der Amstel-Buam,
stellvertretend für alle Rapid-Fans Ausdruck zu verleihen:
"Willkommen im grün-weissen Theater der Wirklichkeit! Hier ist alles
Illusion, nichts real. Wir klammern uns an die glorreiche Vergangenheit
und beschwören längst verblasste ehemalige Lichtgestalten. Früher waren
wir das Mass aller Dinge, heute sind wir nicht mal mehr Mittelmass, wir
sind einfach nur schlecht, aber das macht nichts, denn wir bedecken die
Unfähigkeit der Gegenwart stets mit dem Rekordmeister-Glorienmantel der
Vergangenheit, mit längst vergangenen Erfolgen, Stars und Sensationen.
Wir dreschen hohle Phrasen von zitternden Gegnern, von der
Uneinnehmbarkeit der Festung Hanappi, von grossen Leistungen und noch
grösseren Siegen. Darüber können unsere Gegner und deren Fans nur
lachen. Wir belügen uns jeden Tag selbst, wir lassen uns jeden Tag
belügen von den Verantwortlichen, wir stehen jeden Morgen vor dem
Spiegel und denken, es sei alles in Ordnung. Wir sehen Spiel für Spiel
eine katastrophale Leistung gegen Gegner, die wir früher aus dem Stadion
geschossen hätten, gehen mit enttäuschten Mienen heim und reden uns ein:
"Nächstes Mal wird eh alles besser." Wir gehen zu Vereinstreffen und
lassen uns von Trainer und Präsidium, von Blendern und Politikern, von
Vielredern und Nichtssagern mit Ausreden und hohlen Phrasen einlullen,
bis wir selbst glauben, was uns permanent eingeredet wird. Unsere
Kritiken und Anregungen prallen von den Verantwortlichen ab wie der Ball
vom Aluminiumpfosten, wir werden als Ausgleich bei pathetisch
inszenierten Veranstaltungen mit dubiosen Auszeichnungen zugeschüttet
und für winzigste Aktionen in den Himmel gelobt. Es wird uns Honig ums
Maul geschmiert, um uns einzureden, wir wären wichtig, um uns
einzureden, wir lägen irgendjemandem am Herzen, der am Platz steht oder
seinen vollgefressenen Wamst in der VIP-Loge zum Buffet bewegt. Dabei
sind wir längst nur mehr in einem meisterlich, in der konsequenten
Verweigerung einer für alle sichtbaren, schmerzhaften Realität. Es
reicht!" (cdi)
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